Informationen zu Salben und Cremes bei Arthrose und Gelenkschmerzen 2025

Arthrose und andere Gelenkbeschwerden betreffen viele Menschen in Deutschland. Dieser Überblick informiert sachlich über äußerlich anzuwendende Salben und Cremes bis 2025, erklärt Wirkstoffe, Wirkungsweisen und Auswahlkriterien und dient der Bildung; er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

Informationen zu Salben und Cremes bei Arthrose und Gelenkschmerzen 2025

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch den fortschreitenden Abbau von Knorpelgewebe charakterisiert ist. Die damit verbundenen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Neben systemischen Therapieansätzen gewinnen topische Behandlungen zunehmend an Bedeutung, da sie eine gezielte Wirkung am Ort des Geschehens ermöglichen.

Weshalb topische Behandlungen bei Arthrose eine wichtige Rolle spielen

Topische Behandlungen bieten mehrere Vorteile gegenüber oralen Medikamenten. Sie wirken direkt am betroffenen Gelenk und umgehen weitgehend den systemischen Kreislauf. Dadurch können Nebenwirkungen, die bei oraler Einnahme von Schmerzmitteln auftreten können, deutlich reduziert werden. Besonders bei älteren Patienten oder Menschen mit Magen-Darm-Problemen stellen Salben und Cremes eine schonende Alternative dar.

Die lokale Anwendung ermöglicht es, höhere Wirkstoffkonzentrationen direkt am Schmerzort zu erreichen, ohne den gesamten Organismus zu belasten. Studien zeigen, dass topische Präparate bei oberflächlich gelegenen Gelenken wie Knien, Händen und Fingern besonders effektiv sind.

Schmerzgele mit NSAR — wirkstoffbasierte Optionen und Anwendung

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) in topischer Form sind die am häufigsten verwendeten Wirkstoffe bei Arthroseschmerzen. Diclofenac, Ibuprofen und Ketoprofen sind die wichtigsten Vertreter dieser Wirkstoffgruppe. Diese Substanzen hemmen die Cyclooxygenase-Enzyme und reduzieren dadurch die Produktion entzündungsfördernder Prostaglandine.

Die Anwendung erfolgt in der Regel zwei- bis dreimal täglich durch sanftes Einmassieren auf die betroffene Hautstelle. Wichtig ist, dass die Haut unverletzt und sauber ist. Die Wirkung setzt meist innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein und hält mehrere Stunden an. Nebenwirkungen beschränken sich meist auf lokale Hautreaktionen wie Rötungen oder Juckreiz.

Schmerztherapie mit Capsaicin-Salben als ergänzende Option

Capsaicin, der Wirkstoff aus Chilischoten, stellt einen alternativen Therapieansatz dar. Der Mechanismus unterscheidet sich grundlegend von NSAR-Präparaten. Capsaicin bindet an TRPV1-Rezeptoren und führt zunächst zu einer Aktivierung, dann aber zu einer Desensibilisierung der Schmerzfasern. Dieser Prozess kann zu einer langanhaltenden Schmerzreduktion führen.

Die Anwendung von Capsaicin-Salben erfordert Geduld, da die schmerzlindernde Wirkung erst nach mehreren Tagen bis Wochen regelmäßiger Anwendung eintritt. Anfangs kann ein brennendes Gefühl auftreten, das sich mit der Zeit reduziert. Diese Präparate eignen sich besonders für Patienten, die NSAR nicht vertragen oder bei denen andere Behandlungen nicht ausreichend wirksam sind.


Wirkstoff Präparate-Beispiele Anwendungsfrequenz Geschätzte Kosten pro Monat
Diclofenac Voltaren Schmerzgel, Diclac Gel 2-3x täglich 15-25 Euro
Ibuprofen Dolgit Schmerzgel, Ibutop Gel 2-3x täglich 12-20 Euro
Capsaicin Capsamol Salbe, Finalgon 3-4x täglich 20-30 Euro
Ketoprofen Fastum Gel, Ketoflam Gel 2x täglich 18-28 Euro

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen, die in diesem Artikel erwähnt werden, basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.


Die Wahl des geeigneten topischen Präparats hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Lokalisation der Arthrose, die Schwere der Symptome, individuelle Unverträglichkeiten und Begleiterkrankungen. Bei oberflächlich gelegenen Gelenken wie Fingern und Knien zeigen topische NSAR oft gute Ergebnisse. Für tieferliegende Gelenke wie die Hüfte ist die Penetration der Wirkstoffe möglicherweise eingeschränkt.

Eine Kombination verschiedener Therapieansätze kann sinnvoll sein. Physiotherapie, Bewegungstherapie und topische Behandlungen ergänzen sich oft optimal. Bei stärkeren Beschwerden können topische Präparate auch zusätzlich zu systemischen Medikamenten eingesetzt werden, wobei die Gesamtdosis der NSAR beachtet werden muss.

Die regelmäßige ärztliche Kontrolle ist wichtig, um den Therapieerfolg zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Auch bei topischen Präparaten können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten, weshalb eine umfassende Beratung durch den behandelnden Arzt oder Apotheker empfehlenswert ist.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als medizinische Beratung betrachtet werden. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Arzt für eine individuelle Beratung und Behandlung.